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Daten zur Geschichte am Gardasee

Daten zur Geschichte

10 000 v. Chr. Die letzte Eiszeit geht zu Ende. Es beginnt die Warmzeit, in der wir heute noch leben.
6000 v. Chr, Archäologische Funde zeigen eine erste und spärliche Besiedlung Oberitaliens und der Alpentäler.
4000 v. Chr. Mit dem Beginn des N eolithikums beginnen Ackerbau und Viehzucht, erste stammesähnliche Bevölkerungsgruppen bilden sich.
1800 v. Chr. Mit dem Beginn der Bronzezeit gelangen die Alpentäler zum ersten Mal zu wirtschaftlicher Bedeutung, da sich im Gebirge zahlreiche Kupfervorkommen befinden. Die ersten festen Handelswege in und über die Alpen entstehen.
1000 v. Chr. Archäologisch lassen sich kulturelle Ausformungen einzelner Bevölkerungsgruppen in Oberitalien unterscheiden, so die Golasecca-Kultur am Lago Maggiore, die Villanova-Kultur in der mittleren
und das Volk der Veneter in der östlichen Po Ebene.
800 v. Chr. Beginn der Eisenzeit. Neue Handelswege im Inneren der Alpen, besonders in den nach Osten führenden Tälern des Trentino, werden benutzt, um zu den Abbaustätten des neuen Metalls im südöstlichen Alpengebiet (Kärnten, Slowenien) zu gelangen. Bis zum 5. ]h. v. Chr. blüht im Alpenraum die Kultur der >Hallstattzeit<.
500 v. Chr. Die Etrusker drängen über den Apennin in die Po Ebene vor und gründen erste stadtähnliche Gemeinwesen. Das oberitalienische Bologna wird ein Zentrum ihrer Kultur.
Ab 400 v. Chr. flutet der große europäische Keltensturm über die Alpen nach Süden. Am 18. Juli 387 v. Chr. Erobert der Stammesfürst Brennus sogar Rom. Keltische Völkerscharen besiedeln Oberitalien so zahlreich, dass die Römer dieses Gebiet später einfach >Gallia< nennen.
225 v. Chr. Erste große Niederlage der Kelten im Kampf mit den Römern; sie verlieren die große Stadt Bononia (Bologna).
218 v. Chr. Der Nordafrikaner Hannibal aus Karthago überschreitet mit seinen Elefanten die Alpen und fällt in Oberitalien ein. Die Keltenstämme unterstützen ihn in seinem Kriegszug gegen Rom.
187 v. Chr. Vom Kriegshafen Ariminum aus bauen die Römer die berühmte Via Aemilia und erschließen mit dieser Straße militärisch und kulturell ganz Oberitalien. Die Kelten werden vollständig besiegt und assimiliert.
89 v. Chr. Verona wird römische Kolonie, etwa um die gleiche Zeit wird Tridentum (Trient) als römische Festungsstadt zur Sperrung des Etschtals gegründet.
49 v. Chr. Verona und Brescia erhalten von Caesar das römische Stadtrecht.
1. ]h. n. Chr. In Sirmione am Gardasee wird mit dem Bau der riesigen Villa begonnen, die heute >Grotten des Catull< heißen.
313 n. Chr. Mailänder Edikt Kaiser Konstantins: Das Christentum wird römische Staatsreligion, alle Städte des Imperiums zu Bischofssitzen erhoben.
375 n. Chr. Mit diesem Datum setzt die Geschichtsschreibung den Beginn der Völkerwanderung fest. Die germanische Wanderungsbewegung nach Süden ist indes schon seit Jahrhunderten im Gange. Nach 375 führt sie zur Vernichtung des (West-)Römischen Reiches.
403 Der römische Feldherr Stilicho schlägt in einer Schlacht bei Verona die Westgoten unter ihrem König Alarich.
405 Die rheinischen Legionen werden von Stilicho nach Süden über die Alpen abgezogen, um die in Italien eingefallenen Vandalen, Quaden und Alanen zu bekämpfen.
452 Die Hunnen unter Attila überfallen Oberitalien.
476 Der letzte römische Kaiser Romulus Augustulus muss dem Germanenfürsten Odwakar in Ravenna die Kaiserkrone des römischen Imperiums übergeben.
489 Der Gotenkönig Theoderich besiegt Odwakar in einer Schlacht bei Verona. Odwakar flieht nach Ravenna.

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