link

Teatro Romano und Museo Archeologico Verona

Teatro Romano und Museo Archeologico

Vom Ponte Pietra hat man den besten Blick über die Etsch auf den Colle di San Pietro, und ein wenig wirkt der Hügel noch so, wie die Römer ihn hergerichtet hatten: als theatralische Kulisse der Stadt.
Damals erblickte man von der Brücke eine der Stadt zugewandte Prunkfassade vor dem steil aufsteigenden Rund der Sitzreihen des römischen Theaters, darüber die antike Zitadelle. Auch wenn die Prunkbauten verschwunden sind, erblickt man noch immer die Halbringe der Theaterränge und auch eine Festung darüber, wenn auch neueren Datums. Dafür hat der der Stadt zugewandte Hang durch die hohe Zypressenallee und die über dem Theater thronende Kirche neue Akzente gewonnen.
Das Teatro Romano (16) wurde um die Zeitenwende als Schauplatz für die moralische Erbauung durch Theaterstücke noch vor der Arena, der Stätte der blutigen circenses, errichtet, Zwischen zwei Brücken in den Hügel unterhalb der Zitadelle hineingebaut mit der prächtigen statuengeschmückten Frontmauer direkt am Flussufer und den hoch aufragenden Paraskenien an den Seiten bot es einen wahrlich grandiosen Anblick, doch hatten seine Erbauer einen unseligen Hang zur Sparsamkeit. Schon die Idee, die Substruktionen einzusparen und die Zuschauerränge größtenteils auf die nackte Erde auizusetzen, machte ein ausgeklügeltes System notwendig, mit dem die Feuchtigkeit des Bodens in die Etsch abgeleitet wurde. Aus heutiger Sicht viel verhängnisvoller war die Verwendung porösen Kalksteins, den man anstelle des teuren Marmors überall dort einsetzte, wo es nicht auffiel. So erließ schon Berengar nach mehreren Todesfällen durch einstürzende Mauern den Befehl, baufällige Teile abzureißen. Im Mittelalter bot der prekäre Zustand willkommenen und behördlicherseits genehmigten Anlass, die aufragenden Teile des antiken Theaters als Steinbruch zu benutzen. Das einstige Prestigeobjekt des römischen Verona wurde mit privaten Bauten zugedeckt und geriet in Vergessenheit; dem allem Antiken nachspürenden Goethe war es nicht bekannt. Nach Aufsehen erregenden Funden kaufte der Archäologe Andrea Monga das ganze Gelände, ließ außer den sakralen Bauten alles abreißen und begann 1834 mit systematischen Ausgrabungen. Die Frontmauer und die seitlichen Paraskenien, die monumental überbauten Eingänge, sind heute fast verschwunden, doch ist die Szene mit den aufsteigenden Zuschauerrängen vor der Kirche Santi Siro e Libera und den kahlen Mauem des Klosters San Girolamo noch immer beeindruckend. Heute finden hier im Rahmen der sommerlichen Opernsaison Theateraufführungen, Konzerte und Ballettpräsentationen statt. Uber die zum Teil erneuerten Zuschauerränge geht es steil hinauf zur schönen barocken Freitreppe unter dem Portalvorbau der Kirche Santi Siro e Libera; sie geht auf das 10. Jh. zurück und stellt heute ein undefinierbares Gemisch von Bauformen dar. Weiter führen die Stufen des Zuschauerraums hinauf vor die kahlen, abweisenden Mauern des spätmittelalterlichen Klosters San Girolamo. Ein Fahrstuhl bringt die Besucher zu dem in seinen Räumen untergebrachten Museo Archeologico. Hier sind römische Mosaiken, Fußböden, Statuen und eine beachtenswerte Sammlung von Kleinbronzen untergebracht, zum Großteil im Veroneser Stadtgebiet ausgegrabene Fundstücke.

Boutique Hotel am Gardasee Villa Sostaga
Via Sostaga,19 - 25084 Gargnano(BS) Fraz. Navazzo Gardasee
tel (+39) 0365 791218 fax (+39)0365 791177 mobile (+39) 335 6743123
info@villasostaga.eu